Weidetiere, besonders Schafe oder Ziegen, aber auch Rehe gehen nicht immer liebevoll mit Obstbäumen um. Es gibt jedoch eine ganz einfache Methode, um Bäume vor Verbiss zu schützen: Vom Sägewerk besorgt man sich Schwatebretter (gibt es umsonst), stellt sie um den Stamm und umwickelt alles mit Stacheldraht (alle 40 cm eine Windung). Wenige Krampen genügen. Geeignet ist dieses Verfahren für alle Bäume, die ohne Stütze selbst stehen können. Ganz junge Bäume brauchen deutlich mehr Schutz und Stütze: Kaninchendraht um den Stamm, einen Zwei- oder Dreibock als Stütze, der mit Stacheldraht umwickelt wird.
Jetzt ist auch eine gute Zeit, die Bäume zu überprüfen: werden alte Befestigungen zu eng? Stammaustriebe, also diesjährige Triebe, die direkt aus dem Stamm austreiben, können jetzt ganz leicht per Hand abgebrochen werden. Schlafende Augen, die bei einem Schnitt stehen bleiben würden, werden so gleich mit erfasst.
Steinobst schneidet man gern im Sommer, weil sie dann weniger Saft über den Gummifluss verlieren. Kirschen zum Beispiel können mit der Säge geerntet werden. Durch eine mutigen Rückschnitt verhindert man, dass die süßen Früchte bald unerreichbar werden. Auch Mirabellen, die nicht mehr tragen wollen, werden durch Sommerschnitt wieder angeregt.
Abbildungen: Gabriele Brunsmeier, Heesfelder Mühle e. V., 58553 Halver
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