Bio-Baumschulen in NRW

Warum Bio-Bäume und Bio-Sträucher?

In Bertels Baumschule
Blühstreifen in Bertels Baumschule

Halbstamm Apfelbäume von Pflanzlust
Spezial Truc zur mechanischen Boden- Bearbeitung in der Bio-Baumschule

"Die werden doch gar nicht gegessen!" Oder:"Oh nee, lieber nicht, die sind bestimmt überteuert!" Solche Argumente kennen Bio-Baumschulen gut. Aber um es gleich vorweg zu nehmen: Wenn Sie die Preise von einer Bio-Baumschule mit denen einer qualitativ guten konventionell wirtschaftenden Baumschule vergleichen, werden Sie meist keinen Preisunterschied oder höchstens Preisaufschlag von bis zu 10 Prozent feststellen. Hier reden wir von qualitativ hochwertiger Ware, die es Ihnen danken wird durch hohe Anwachsraten und vitalen Wuchs. Schlechte Qualitäten in geringer Sortenauswahl bekommen Sie auch billiger.

Die hier aufgeführten Bio-Baumschulen wirtschaften nach den Regeln des Ökologischen Landbaus, wie sie von der EU vorgegeben sind. Einige sind zusätzlich einem Verband des Ökologischen Landbaus angeschlossen. Das sind: Bioland, Demeter und Naturland. Bio-Betriebe verzichten auf chemisch-synthetischen  Pflanzenschutz. Unkraut wird mechanisch reduziert, Krankheiten und Schädlinge werden durch eine Sortenwahl und durch biologische Methoden in Grenzen gehalten. Die Düngung erfolgt vor allem ohne mineralischen Stickstoff. Die Pflege der natürlichen Bodenfruchtbarkeit durch Gründüngung usw. hat eine große Bedeutung. Gedüngt wird vorwiegend mit Kompost, Rizinusschrot usw. Dadurch schießen die Pflanzen nicht so sehr ins Kraut, haben ein ausgeprägtes Wurzelwerk und sind besonders robust. Dies wirkt sich positiv auf die Anwuchssicherheit der Gehölze aus. Durch geringere Ausfallraten sind die Folgekosten für den Käufer niedriger. Bei Pflanzen im Container (das sind Kunststofftöpfe, rund oder eckig, meist schwarz) spielt das Substrat (die Erde) eine große Rolle. Hier verzichten Bio-Baumschulen weitgehend auf Torf und setzen eher Kompost, Rindenprodukte und anders organisches Material ein. Kurz gesagt: Ökolandbau ist auch bei Baumschulen das Produktionsverfahren mit dem höchsten Standard in Umwelt- und Naturschutz.

Fast alle Bio-Baumschulen haben ein kleines konventionelles Ergänzungssortiment, um ihr Angebot komplettieren zu können. Sagen Sie daher beim Einkauf, dass Sie BioWare wünschen.

Das sind Qualitätskriterien für Baumschulware

Lassen Sie sich bei Sträuchern nicht durch die Länge der Triebe beeindrucken. Viel wichtiger ist die Anzahl der Triebe. Je mehr Triebe, desto buschiger wird der Strauch später auf Ihrem Grundstück. Für den Erfolg beim Anwachsen sind die Wurzeln die halbe Miete. Fragen Sie, ob und wie oft die Ware verschult wurde. "Verschult" – das ist ein Fachausdruck, der so viel bedeutet wie "umgepflanzt". Je häufiger ein Strauch oder Baum umgepflanzt – verschult – wurde, desto öfter wurde er angeregt, wieder neue Wurzeln zu bilden. Billige Massenware hat hier fast immer ein Defizit: wenige Würzelchen werden in der Baumschule gepäppelt und versagen dann am Pflanzort. Zugegeben,das ist für Laien nicht immer gut zu erkennen. Daher haben wir alle aufgeführten Baumschulen besucht und die Qualitäten unter die Lupe genommen. Wir haben durchweg qualitativ hochwertige Ware vorgefunden.

Sogenannte "leichte Sträucher" wurden nur einmal verschult und haben je nach Art zwei bis drei Triebe. Die Bezeichnung 40 bis 70 oder 70 bis 90 gibt die Höhe in cm an. Sie werden zu 10 Stück gebündelt. Sogenannte "verschulte Sträucher" sind zwei mal verschult, haben je nach Art schon drei bis vier Triebe. Ihre Höhe ist 60 bis 100 oder 100 bis 150 cm. Sie werden zu 5 Stück gebündelt. Sie sind natürlich teurer als leichte Sträucher, sind aber auch ein Jahr voraus und erfordern daher weniger Unkrautkontrolle an ihrem neuen Standort. Nicht kaufen sollten Sie sogenannte verschulte Sämlinge (im 25er Bund), die sehr eng verschult wurden oder nur unterschnitten sind. Sie hatten wenig Platz in der Baumschule und haben daher sehr wenig Wurzelmasse ausgebildet. Wenn Sie Angebote vergleichen, achten Sie darauf, dass immer die gewünschte Qualität angeboten wird, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.

Halbstamm Apfelbäume von Pflanzlust
Halbstamm Apfelbäume von Pflanzlust

Wurzelnackt – Ballenware - Container

Das sind Bezeichnungen darüber, in welcher Form Ihnen die Ware angeboten wird. Container sind Kunststofftöpfe (rund oder eckig, meist schwarz). Der Vorteil: eine Pflanzung ist auch außerhalb der besten Pflanzsaison (ab Ende Oktober bis März) möglich. Bei Ballenware wird der gesamte Wurzelballen mitsamt Erde ausgegraben und mit Jutegewebe eingepackt. Das ist angemessen für Bäume, die schon sehr groß aus der Baumschule kommen. Wurzelnackt – hier bekommen Sie die Pflanze ohne Erde und ohne Topf. Das ist preiswert und lohnt sich besonders bei größeren Stückzahlen. Solche Ware wächst auch sehr gut an. Man muss allerdings die Wurzeln beim Transport gut vor Austrocknung schützen und sehr bald auch tatsächlich einpflanzen.

Streuobst: Sorten, Pflanzabstand, Tipps zur Pflanzung:

Lassen Sie sich bei der Wahl der Obstsorte beraten. Nutzen Sie das Wissen der Baumschuler und das Wissen unabhängiger Experten. Rufen Sie uns an, wir senden Ihnen Sortenempfehlungen oder vermitteln an einen Experten aus Ihrer Region.

Wie Sie einen Baum gut stützen und vor Fraß von Weidevieh schützen, das zeigt Ihnen ein Artikel unter unseren » Aktuellen Meldungen

Cécile Hahn
Naturschutzberatung NRW
Tel.: 02385 / 9354 - 14 oder 0177 / 3021639
cecile.hahn -at- bioland.de

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